Wie alles anfing

"Oskar"

Es war einmal ein erfahrener Jäger, aber unerfahrener Hundeführer. Der hatte sich in die Rasse Labrador-Retriever verliebt.

Die ruhige Arbeitsweise, menschenbezogen und angenehm im Haus zu haben, hatte es ihm angetan. Freundlich zu anderen Menschen und wegen des Mangels an Aggression unkompliziert mit anderen Hunden.

 

So suchte und fand er seinen ersten Labrador-Retriever. Idealer Weise bekam er ihn mit 8 Wochen, die Bindung wurde großartig, die Ausbildung glückte und einige Jahre jagten sie wunderbar zusammen.

Der brave "Oskar" hatte keine Papiere und irgendwann stellte sich eine wiederkehrende Lahmheit in der Vorhand ein. Röntgenologisch stellte sich schwerste ED (Ellbogengelenk - Dysplasie) heraus. Die Athrose vorne beidseits wurde im Laufe der nächsten Jahre zusehends schlimmer, sodass der arme Oskar im alter von 9 Jahren eingeschläfert werden musste.

"Paula"

"Paula" der zweite Labrador war gesund, aber erst mit 4 Monaten zum Hundeführer gekommen. So war die Bindung nicht so eng und diese braune Hündin war sehr eigensinnig. Sie jagte passioniert, aber nicht umbedingt mit ihrem Führer zusammen. Sie brachte möglichst alles Wild aus dem aktuellen Treiben und so musste der arme Jäger viel schleppen, kam aber kaum zu Schuss. Sie war weder steady, noch jagte sie unter der Flinte, sondern nur dort wo das Wild war - schön für die Anderen. Ab und zu passierte es auch, dass sie tauschte. Also anstrengend immer aufzupassen, dass kein Stück Wild verloren ging.

Paula's herausragende jagdliche Passion und Beutetrieb zeigte sich darin, dass sie jeden auch nur leicht angeschossenen Hasen verfolgte und diesen auch stets apportierte.

 

Der dritte Retriever, die schwarze Hündin "Favourite fellow Caitlin" genannt "Cleo" war die größte, angenehme Überraschung des in die Jahre gekommenen Jägers. Im alter von 8 Wochen zu Ihm gekommen, entstand eine innige Bindung. Schon bei der Ausbildung wurde deutlich, dass Cleo immer alles richtig machen wollte. Stehts hielt sie Blickkontakt mit ihrem Führer, ließ kein Stück Wild oder Dummy fallen, sondern apportierte immer in die Hand. Hart zu sich selbst arbeitet sie in jedem Gelände, sogar unangeleint begleitete sie ihren Jäger auf der Gamsjagd im Hochgebirge, vollkommen unerschrocken und immer im Nahbereich.

"Cleo"

 

Mehr "will to please" geht kaum.

 

Das ist der Labrador den man sich wünscht.

 

Steady, unter der Flinte jagend, mit häufigem Rückkontakt und niemals Wild oder Dummy tauschend.

Gesund, Charakterfest, unaufdringlich im häuslichen Zusammenleben.

 

Das ist der Grund warum ich mich entschieden habe, mit "Cleo" zu züchten.

 

Mal sehen wie alles weiter geht...

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© Johannes Ringenberg